Heidewelten - Erlebniszentrum Europäische Heidelandschaften


Der architektonische Entwurf

Dieses Projekt ist in enger Zusammenarbeit mit der Hamburger Firmern Kunstraum GFK und Petri und Tiemann und mit Carola Missall entstanden. Kunstraum wollte für Ihre Ausstellung zum Thema " Heide", dass ihre Grundrissvorstellungen in Architektur umgesetzt werden. Aus Hamburg kam die Vorgabe eines zentralen Raumes von dem alle Ausstellungsbereiche zu erreichen sind. Das Architektenteam, Christoph und Carola Missall, entwickelte eine Hülle um die Grundrissidee.

 

 


Der architektonische Entwurf für die Heidewelten sieht ein vielfältiges eingeschossiges Gebäude mit rund 1.380 m² Grundfläche vor, das sich in Form und Materialität harmonisch in die Naturlandschaft einfügt.Ausgangspunkt der Gestaltung war die Idee einer „landschaftlichen Architektur“, die sich nicht als monolithischer Fremdkörper darstellt, sondern Motive der Landschaft aufgreift und repräsentiert.

Die Anlage besteht aus einem Hauptgebäude und dem Café als eigenständigem Satellitengebäude. Zwischen beiden entsteht eine attraktive Plazasituation, die durch eine Reihe geschälter Birkenstämme gestaltet wird, die die beiden Gebäudeteile miteinander verbinden.

Das Motiv des „Heidebaums“, das von Anfang an die Konzeptentwicklung begleitet hat, erschließt sich auch in der Seitenansicht: wie ein gefällter, liegender Stamm, aus dem wie ein übriggebliebener Ast der Aussichtsturm herausragt, liegt das Gebäude vor der Kulisse des Heidewaldes im Hintergrund.

Fließende Übergänge vom Innenbereich zu Außenanlagen schaffen eine offenes und einladendes Gesamtbild. Ein 22 Meter hoher Aussichtsturm ragt aus dem Zentrum des Gebäudes empor und bietet den Besuchern bei klarem Wetter eine fantastische Fernsicht bis Hamburg oder bis zum Wilseder Berg und ist eine Attraktion für sich.


Grundriss und Ausstellung

Der Gebäudegrundriss ist eng auf die funktionalen und inhaltlichen Anforderungen der Ausstellung abgestimmt. Im Hauptausstellungsgebäude befinden sich die funktionalen Flächen wie Büro- und Verwaltungsräume und Technik- und Lagerflächen. Der überwiegende Teil beherbergt jedoch die Ausstellung selbst sowie die dazugehörigen Besucherflächen wie Foyer/Ticketing, hop und einen Arbeitsraum für Schulklassen.

Die Grundrissanlage des Hauptgebäudes wurde auf  Basis der Ausstellungsstruktur entwickelt: Um ein Zentrum, das dem zentralen Verteiler der Ausstellung entspricht, liegen die unterschiedlichen Gebäudeteile für die Ausstellungsbereiche; auf diese Weise entsteht ein kreisförmiger Grundriss, der an Jahresringe einer Baumscheibe erinnert.

Von diesem Zentrum aus erreichen die Besucher alle fünf Ausstellungsteile sowie den Aussichtsturm. Drei der fünf Ausstellungsbereiche haben zugeordnete Außenflächen, die in das Ausstellungskonzept integriert sind. Der äußerste südostliche Gebäudeteil ist vom Zentrum aus durch eine etwa 30 Meter lange Rampe erreichbar, die leicht nach unten führt. Die Besucher tauchen hier in die „Unterwelt“ ab, einen unterirdisch gelegenen Ausstellungsbereich der dem Thema Boden gewidmet ist.


Fotos: Kai Klinger/ Grafiken: Fa. Kunstraum GFK

 

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